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Der pflegetheoretische Hintergrund

Das Seniorenheim St. Josefshaus orientiert sich an dem Bedürfnis-Pflegemodell von Monika Krohwinkel und dem von ihr entwickelten Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL), auch als das Modell der fördernden Prozesspflege bekannt.

Dem AEDL-Modell vorangestellt sind vier Schlüsselkonzepte der Pflege:
Person, Umgebung, Gesundheit und Wohlbefinden und pflegerischer Handlungsprozess (Pflegeprozess), die zusammen das Rahmenmodell ganzheitlich-fördernder Prozesspflege bilden.

Jede AEDL, d.h. jedes Bedürfnis eines Menschen, hat eine physisch-funktionale, eine willentlich-emotionale, eine kulturelle und eine soziale Komponente, die immer alle – aber in unterschiedlichem Ausmaß – vorhanden sind.

Mit Hilfe der AEDL werden sowohl die gesunden als auch die krankheitsbedingten Anteile ermittelt, die im gesamten Pflegeprozess zu berücksichtigen sind.

Die Ressourcen bzw. die Fähigkeiten, die ganz oder teilweise zur Wiedererlangung von Unabhängigkeit führen können, werden dabei besonders bewertet, da sie das Selbstwertgefühl und die Achtung des pflegebedürftigen Menschen aufrechterhalten.

Durch das Einbeziehen der sozialen Bereiche, können oftmals kritische Situationen älterer Menschen (z.B. Krankenhausaufenthalt) gemildert werden, wenn die Bezugspflegeperson mögliche Reaktionen, Entwicklungen oder Auswirkungen einzuschätzen weiß.

Wichtig ist, dass die AEDL nicht für sich allein betrachtet, sondern in ihrem Zusammenspiel als Teil des ganzen Menschen verstanden werden müssen. Sie dienen den Pflegenden als Richtschnur, um den Hilfebedarf des Bewohners zu ermitteln. Auf Basis der erlangten Fakten ist es dann möglich, Ziele zu setzen, Pflegeaktivitäten zu planen und zu evaluieren.

 

 
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